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BGH lässt Eltern im Filesharing-Streit zahlen, Dr. Andreas Freitag im Gespräch mit DIE WELT

Der BGH hat drei Fälle entschieden zugunsten der Rechteinhaber und gegen die ursprünglich abgemahnten Anschlussinhaber entschieden.  Den drei Familien waren Urheberrechtsverletzungen per Filesharing vorgeworfen worden. Ermittler im Auftrag der Rechteinhaber hatten festgestellt, dass über die Internetanschlüsse der jeweiligen Haushalte Musikdateien ins Netz hochgeladen wurde. Die BGH-Richter argumentierten auch dieses Mal: Wer sein Netzwerk ausreichend nach aktuellem technischen Standard nach außen absichert und alle Nutzer seines Internetanschlusses wie etwa Ehepartner oder Kinder ausreichend deutlich über die Illegalität von Filesharing aufklärt, der muss anschließend nicht haften, wenn etwa Minderjährige dennoch Filesharing betreiben. Ergänzend kommentiert Andreas Freitag, IT-Rechtsexperte der Kanzlei FPS, die BGH-Rechtsprechung: "Besondere Sorgfaltspflichten darüber hinaus hat der Anschlussinhaber erst, wenn ihm bekannt wird, dass über seinen Anschluss das Urheberrecht gebrochen wurde – nicht bereits vorher."

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Fuencisla Heiß

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