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Was das Adblocker-Urteil für die Medienbranche bedeutet, Christine Libor im Gespräch mit W&V

Seit einiger Zeit haben Verlage und Werbetreibende mit dem zunehmenden Einsatz von Werbeblockern zu kämpfen. Diese Zusatzprogramme blenden Werbeinhalte auf Websites weitgehend aus und schmälern dadurch die Einnahmen der Verlage. Nachdem sich schon verschiedene deutsche Gerichte mit dieser Materie beschäftigt haben, gab es am 24.06. erstmals eine Entscheidung auf Oberlandesgerichts-Ebene durch das OLG Köln. Dieses Urteil, bei dem auf Betreiben des Springer-Verlags die Geschäftspraxis des größten Werbeblocker-Herstellers Eyeo auf dem Prüfstand kam, kommentierte Medienrechtlerin Christine Libor aus dem Düsseldorfer Büro von FPS für Werben & Verkaufen. Letztlich gehe es nicht um die Freiheit des Surfens oder darum, dass Werbetreibende ihre Ads "acceptable"(Eyeo) gestalten, so Libor in ihrem Kommentar. Das Geschäftsmodell von Eyeo sei vor allem darauf ausgerichtet, dass Werbetreibende viel Geld dafür bezahlen, „dass man ihre Werbung durch einen Spalt in der Blockade schlüpfen lässt. Und diesem Geschäftsmodell hat das OLG Köln in seiner Entscheidung vom letzten Freitag eine deutliche Absage erteilt“. Doch der Streit sei damit nicht beendet und es stehe zu erwarten, dass beide Parteien die Auseinandersetzung vor den BGH tragen werden, so Christine Libor in ihrem Kommentar für Werben & Verkaufen.

Autor/en: Christine Libor

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