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Wilhelmshaven-Urteil: Die Fifa stößt mit ihrer Art der Sport-Führung an Grenzen, Interview Daniel Hövel mit der FAZ

Ausbildungsvergütungen sollen sicherstellen, dass auch kleine Vereine einen Ausgleich für ihre Jugendarbeit erhalten und so am Erfolg von Profispielern teilhaben.

Dieses System, das in den FIFA-Satzungen geregelt ist, kann mit seinen hohen Forderungen Vereine auch überfordern. Der SV Wilhelmshaven sah sich in einem solchen Fall außer Stande zu zahlen – die Folge war der von der FIFA beschlossene Zwangsabstieg.

Dieser Fall wurde nun durch den BGH entschieden. Dazu sprach die Frankfurter Allgemeine Zeitung mit dem Sportrechtsexperten Daniel Hövel aus dem Frankfurter Büro von FPS. Angesichts der Ablehnung von dynamischen Satzungsverweisungen durch den BGH sieht er nun die FIFA unter Zugzwang, ein neues System zu entwickeln.

Vereinen in Deutschland in einer ähnlichen Situation wie der SV Wilhelmshaven rät er, die Zahlung zu unterlassen. „Es wäre fast eine Fehlberatung, wenn man Klubs derzeit anderes empfehlen würde. Abgebende Vereine werden wahrscheinlich versuchen, sich die Ausbildungsentschädigung zunächst auf anderem Verhandlungsweg zu sichern. Der SV Wilhelmshaven hat gewonnen, aber es könnte sein, dass andere kleine Vereine Geld verlieren, weil ihnen eine höhere Ausbildungsentschädigung für einst im Verein ausgebildete Talente entgeht.“, so Daniel Hövel im Gespräch mit der Frankfurter Allgemeinen Zeitung.

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Fuencisla Heiß

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