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Zalando täuscht Verbraucher durch künstliche Verknappung, Dr. Dario Struwe im Gespräch mit Platow

Viele Online-Händler heben in ihren Webshops hervor, dass von einer bestimmten Ware nur noch wenige Exemplare verfügbar seien, um so den Verbraucher zu einem schnellen Kauf ohne vorherigen Preisvergleich zu bewegen – tatsächlich ist die entsprechende Ware jedoch noch in größerer Anzahl verfügbar. Die Wettbewerbszentrale mahnte Zalando wegen eines solchen Vorgehens ab und wies nach, dass sich mehr Produkte im Bestand befanden als angegeben. „In der Regel ist von einer Irreführung der Verbraucher auszugehen, wenn die angegebene und die tatsächliche Verfügbarkeit nicht übereinstimmen und die Hinweise lediglich einer künstlichen, verkaufsfördernden Verknappung dienen", so der Wettbewerbsrechtler Dario Struwe von FPS. In einer solchen Situation sei nicht mehr von einem lauteren Wettbewerb auszugehen. Der potenzielle Käufer solle durch den Eindruck der Knappheit übereilt zu einer Kaufentscheidung bewegt werden, die er sonst möglicherweise so nicht getroffen hätte, ergänzt Struwe. Zumindest Zalando hat nun auf die Abmahnung reagiert und seine Praxis geändert. Nunmehr heißt es „mehr als drei Artikel verfügbar".

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Fuencisla Heiß

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