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Die Haftungssummenbeschränkung in Ziffer 9.2 AAB der Wirtschaftsprüfer ist wirksam – wider den Mythos des „Redaktionsversehens“, in: ZIP 2015, S. 1006 ff.

Das LG Hamburg hat Mitte 2013 eine Entscheidung zur Haftung von Wirtschaftsprüfungsgesellschaften für ihre Bestätigungsvermerke gefasst. Unabhängig davon, dass die Entscheidung einerseits deutliche Fragen aufwirft, dokumentiert sie andererseits den lieblosen Umgang mit verschiedenen, für die Praxis durchaus beachtlichen Fragestellungen. So kommt das LG zu dem Schluss, dass die Haftungssummenbeschränkung in den Auftragsbedingungen für Wirtschaftsprüfer aufgrund eines „Redaktionsversehens“ bei Schaffung der dazugehörigen Erlaubnisnorm unwirksam sei. Diese Feststellung erfolgt quasi „am Rande“, ohne dies dogmatisch nachvollziehbar herzuleiten oder sich mit der Entstehung der dazugehörigen Erlaubnisnorm intensiv auseinanderzusetzen.