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BGH setzt Banken Grenzen beim Hauskredit, Dr. Heinle im Gespräch mit DIE WELT

Wer seinen Hauskredit vorzeitig kündigen will, muss der Bank den Zinsausfall bezahlen und dazu werden oft noch Gebühren für den Vertragsausstieg addiert. Die oft ebenfalls vereinbarten Sondertilgungen müssten eigentlich ebenfalls beim vorzeitigen Ausstieg berücksichtigt werden – doch die Rechtslage war bislang unklar. Der Bundesgerichtshof hat nun entschieden, dass Banken keine übermäßig hohen Entschädigungen im Fall einer vorzeitigen Darlehenskündigung durch den Darlehensnehmer verlangen dürfen. Bei der Berechnung dieser Entschädigungen seien außerdem geleistete Sondertilgungen mit einzubeziehen. Zu diesem für Kreditnehmer wichtigen Urteil sprach Die Welt mit dem Bankenrechtsexperten Dr. Daniel Heinle, der die Bedeutung des Urteils für Banken und Darlehensnehmer als durchaus erheblich einschätzte. "Aus der Begründung des Urteils ergibt sich nämlich, dass Banken im Rahmen der Berechnung der Vorfälligkeitsentschädigung den Effekt von Sondertilgungsrechten berücksichtigen müssen. Dies gilt ganz unabhängig davon, ob der Darlehensnehmer finanziell in der Lage ist, von dieser Möglichkeit umfänglich Gebrauch zu machen.", so Dr. Heinle im Gespräch mit Die Welt.

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Fuencisla Heiß

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