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Meinungsäußerungen im Netz können den Job kosten, Amelie Bernardi im Gespräch mit der WirtschaftsWoche

Äußerungen in sozialen Netzwerken werden oft als reine Privatsache angesehen. Dass dem nicht so ist, zeigte das fremdenfeindliche Posting eines langjährigen Bahnmitarbeiters, das schließlich zu dessen Kündigung führte. Dazu sprach die Wirtschaftswoche mit der Arbeitsrechtlerin Amelie Bernardi aus dem Frankfurter FPS-Büro. Frau Bernardi wies darauf hin, dass Äußerungen in sozialen Netzwerken den Arbeitgeber im Grundsatz nichts angingen. Problematisch werde es aber, wenn wie im vorliegenden Fall, ein  Arbeitnehmer durch sein Profilfoto in Dienstuniform  seinem Arbeitgeber eindeutig zuzuordnen sei. In einem solchen Fall könne ein Bezug des Arbeitnehmers zu seinem Arbeitgeber hergestellt werden. Wer durch Uniform oder anderweitig eindeutig seinem Arbeitgeber zuzuordnen ist, dürfe zwar sachliche Kritik in sozialen Netzwerken äußern, aber „"Beleidigungen, Verleumdungen, üble Nachrede oder sonstige Straftaten, Verrat von Betriebs oder Geschäftsgeheimnissen, die mit dem Arbeitgeber in Zusammenhang gebracht werden können, sind verboten beziehungsweise können arbeitsrechtliche Konsequenzen wie eine Kündigung oder Abmahnung rechtfertigen", so Frau Bernardi im Gespräch mit der Wirtschaftswoche.

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Fuencisla Heiß

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