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Mindestlohn für Praktikanten? Christine Libor und Corinna Schulz im Interview mit DER BETRIEB

Praktikanten haben keinen Anspruch auf den gesetzlichen Mindestlohn, wenn das Praktikum einen Zeitraum von drei Monaten nicht überschreitet, so entschied das Bundesarbeitsgericht am 30.01.2019. Unterbrechungen, die im Interesse des Praktikanten vorgenommen werden, werden bei der Berechnung aber nicht berücksichtigt. Diese Entscheidung ordneten die Arbeitsrechtsexpertinnen Christine Libor und Corinna Schulz aus dem Düsseldorfer Büro der Kanzlei FPS in einem Interview für Der Betrieb ein. „Das BAG stellt in der aktuellen Entscheidung klar, dass Unterbrechungen des Praktikumszeitraums in bestimmten Situationen aus der Berechnung der Gesamtdauer auszunehmen sind,“ führt Christine Libor an. Wie das Praktikum aber aus Gründen, die in der Person des Praktikanten liegen, rechtlich oder tatsächlich unterbrochen werden kann und sich so um den Unterbrechungszeitraum verlängert, erläutert Corinna Schulz. Wichtig sei, dass „…zwischen den einzelnen Abschnitten ein sachlicher und zeitlicher Zusammenhang besteht und die gesetzliche Höchstdauer von drei Monaten ohne die Unterbrechungszeiträume nicht überschritten würde…“.

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Fuencisla Heiß

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