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FPS begleitet Transaktion im Rahmen des Schutzschirmverfahrens: Übertragende Sanierung des Arsengeschäfts der PPM Pure Metals GmbH

Die Wirtschaftskanzlei FPS hat die Veräußerung des operativen Geschäftsbetriebs des Arsengeschäfts der PPM Pure Metals GmbH („PPM“) begleitet. Zum 1. August 2020 wurde es an den Investor Lafayette Mittelstand Capital im Rahmen einer übertragenden Sanierung veräußert. Durch die Transaktion konnte der Fortbestand des Arsengeschäfts mit allen Mitarbeitern am Standort Osterwieck gesichert werden. Für den Betriebsstandort in Langelsheim wurde eine Transfergesellschaft aufgesetzt.

PPM wurde im Zuge des Schutzschirmverfahrens, der begleitenden Investorenprozesse und der Veräußerung von einem multidisziplinären FPS-Team um die Frankfurter Insolvenzrechtler Daniel Herper und Dr. Holger Jakob als Generalbevollmächtigte begleitet, die im Bereich M&A durch ein Team unter Leitung von Dr. Christoph Trautrims unterstützt wurden. Ein weiterer wesentlicher Schwerpunkt des Schutzschirmverfahrens sowie der Transaktion lag im Bereich des Arbeitsrechts, für das Dr. Marco Wenderoth verantwortlich zeichnete. Zum (vorläufigen) Sachwalter wurde der renommierte Insolvenzexperte Arndt Geiwitz von SGP Schneider Geiwitz & Partner bestellt. Die Durchführung des internationalen M&A-Prozesses übernahm SIGMA Corporate Finance aus Frankfurt am Main.

In einem kompetitiven Bieterverfahren unter hohem Zeitdruck fiel die Entscheidung des vorläufigen Gläubigerausschusses auf den Investor Lafayette, der angesichts der Kürze der Zeit das beste Konzept für alle Stakeholder präsentieren konnte.

Daniel Herper kommentiert: „In einer der ersten vollzogenen Transaktionen, die sich direkt auf die Corona-Pandemie zurückführen lassen, konnten wir durch unsere Expertise im Bereich von Eigenverwaltungsverfahren sowie im Bereich Distressed M&A einen Beitrag leisten, was uns mit dem erreichten Ergebnis sehr freut.“ Dr. Holger Jakob ergänzt: „Aus unserer Sicht wurde mit der Veräußerung an Lafayette eine solide Basis für das Arsengeschäft der PPM geschaffen und dadurch die Sanierung für diesen Teilbereich erfolgreich abgeschlossen.“

Über PPM Pure Metals GmbH

Seit fast 65 Jahren produziert die PPM Pure Metals GmbH (PPM) hochreine Nichteisenmetalle und deren Verbindungen für die Elektronik-, Optoelektronik-, Photovoltaik- und Halbleiter-Industrie. Das hochspezialisierte Produktportfolio umfasst höchstreine Metalle (bis 7N5-Qualitäten) und Verbindungen der Elemente Antimon, Arsen, Cadmium, Kupfer, Gallium, Germanium, Indium, Blei, Tellur und Zinn. An den Produktions- und Recyclingstandorten Langelsheim und Osterwieck (Niedersachsen) beschäftigt das Unternehmen insgesamt ca. 100 Mitarbeiter.

Am 14. Mai 2020 wurde über das Vermögen der PPM Pure Metals GmbH als Teil der deutsch- französischen Recylex-Gruppe ein Schutzschirmverfahren eingeleitet. Ursächlich dafür waren überwiegend die Auswirkungen der Covid-19 Pandemie auf den operativen Geschäftsbetrieb.

Berater PPM Pure Metals GmbH

FPS Fritze Wicke Seelig Frankfurt

Daniel Herper (Restrukturierung & Insolvenzrecht)
Dr. Holger Jakob (Restrukturierung & Insolvenzrecht)
Dr. Christoph Trautrims (Corporate/M&A)
Dr. Marco Wenderoth (Arbeitsrecht)
Dr. Frank Geyer (Steuerrecht)
Dr. Reinhard Göbel (Corporate/M&A)
Dennis Kümmel (Öffentliches Recht)
Nina Ayvazova (Corporate/M&A)
Orly Herlich (Corporate/M&A)

SGP Schneider Geiwitz & Partner

Arndt Geiwitz (Insolvenzrecht)
Matthias Räupke (Insolvenzrecht)
Oliver Mack (Insolvenzrecht)

Contact

Fuencisla Heiß