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UberPop ist laut Generalanwalt „Verkehrsdienstleistung“ und kein „Dienst der Informationsgesellschaft“, in: GRUR-Prax 2017, S. 288

AEUV Art. 56, 58 I; RL 2006/123/EG Art. 2 II lit. d; RL 2000/31/EG Art. 2 lit. a und b; RL 98/34/EG Art. 1 Nr. 2

1. Art. 2 lit. a RL 2000/31 iVm Art. 1 Nr. 2 RL 98/34 ist dahin auszulegen, dass ein Dienst, der darin besteht, mittels einer Software für Mobiltelefone Kontakt zwischen potenziellen Fahrgästen und Fahrern herzustellen, die Beförderungsleistungen im Personennahverkehr auf individuellen Abruf anbieten, keinen Dienst der Informationsgesellschaft iS dieser Bestimmungen darstellt, wenn der Anbieter dieses Dienstes eine Kontrolle über die wesentlichen Modalitäten der in diesem Rahmen erbrachten Beförderungsleistungen, insbesondere über den Preis dieser Leistungen, ausübt.

2. Art. 58 I AEUV und Art. 2 II lit. d RL 2006/123 sind dahin auszulegen, dass der vorstehend unter Nr. 1 beschriebene Dienst eine Verkehrsdienstleistung im Sinne dieser Bestimmungen darstellt. (Schlussanträge des Generalanwalts M. Szpunar) EuGH, Schlussanträge vom 11.5.2017 – C-434/15, BeckRS 2017, 109869; Vorabentscheidungsersuchen des Handelsgerichts Nr. 3 von Barcelona – Asociación Profesional Elite Taxi/Uber Systems Spain SL

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